Wahlkreis
Pinneberg

Unser Kreis Pinneberg zeichnet sich durch seine Vielfalt aus. Der kleinste Flächenkreis des Landes ist zugleich der einwohnerstärkste: Mehr als 301.000 Menschen leben in den seinen Städten und Gemeinden in der Marsch und auf der Geest. Die Bürgerinnen und Bürger genießen eine hohe Lebensqualität, die auf der Nähe zur Weltstadt Hamburg, auf guter Infrastruktur, den vielen Möglichkeiten der Naherholung und dem vitalen sozialen und kulturellen Leben in Städten und Gemeinden fußt.

Dank seiner Stärke an Einwohnern ist der Kreis Pinneberg ein eigenständiger Bundestagswahlkreis. Von den 299 Wahlkreisen in Deutschland, die beim Bundeswahlleiter von Norden nach Süden in fortlaufenden Zahlen registriert sind, hat der Kreis Pinneberg die Nummer 007. Bei den Bundestagswahlen 2005 und 2009 habe ich den Wahlkreis für die CDU gewonnen und kann mich seitdem als direkt gewählte Abgeordneter für seine Belange einsetzen. Dabei ist es mir gelungen, den Vorsprung vor meinem Herausforderer von 1,4 Prozent im Jahr 2005 auf 9,0 Prozent bei der letzten Wahl im September 2009 zu vergrößern.

Den Kreis Pinneberg zeichnet auch aus, dass in ihm seit langer Zeit der Kandidat derjenigen Partei gewinnt, die nach der Wahl den Kanzler oder die Kanzlerin stellt. Das ist ähnlich wie in den USA der Bundesstaat Ohio, in dem bei Präsidentschaftswahlen seit über 50 Jahren der zukünftige Präsident gewinnt.

Mit seiner Vielseitigkeit bietet unser Kreis Pinneberg den in ihm lebenden Menschen eine hohe Lebensqualität. Die Nähe der Weltstadt Hamburg bietet eine gute Infrastruktur und ein vielfältiges kulturelles Angebot. Zu der wirtschaftlichen Stärke der Metropolregion kommen die vielen Möglichkeiten der Naherholung und die Vorzüge des Lebens auf dem Land. Besonders für Familien und junge Menschen ist der Kreis Pinneberg attraktiv. Die Schullandschaft hält mit renommierten Fachhochschulen ein reichhaltiges Bildungsangebot bereit. Viele Bildungseinrichtungen bieten bereits Ganztagsbetreuung und die Versorgung der Kinder durch eine Mensa an.

Vor allem die wirtschaftliche Stärke trägt zur Lebensqualität der Menschen in unserem Kreis bei. Die Wirtschaft im Kreis Pinneberg ist mittelständisch geprägt. Hier gibt es neben dem Einzelhandel auch hochspezialisierte Weltmarktführer unter innovativen Klein- und Großunternehmen, Zulieferbetrieben, Familienunternehmen und Handwerkerbetrieben, die zum Teil schon seit vielen Generationen bestehen. Diese Vielfalt im Bereich der Wirtschaft bietet ein breites Fundament für zukünftigen Wohlstand. Ein besonderer Wirtschaftszweig sind hier im Kreis Pinneberg die zahlreichen Baumschulen, die den Kreis Pinneberg zur „Wiege des Waldes“ machen. Nicht umsonst haben viele Städte und Gemeinden ihre Wappen mit Blumen, Blättern oder Bäumen dekoriert.

Das Wechselspiel von Marsch und Geest und die weiten Flusslandschaften der Elbe mit ihren aus Nordosten in sie hineinmündenden Auen prägen das vielseitige Gesicht unseres Kreises und tragen ebenso zur Lebensqualität bei wie die Vielzahl an Sehenswürdigkeiten. Im Rosarium in der Rosenstadt Uetersen und im Arboretum in Ellerhoop lassen sich gartenbautechnische Meisterleistungen und botanische Raritäten bewundern. In der Rolandstadt Wedel an der Elbe steht seit 1952 die weltweit erste Schiffsbegrüßungsanlage „Willkomm Höft“, durch die jeden Tag die großen in den Hamburger Hafen ein- und auslaufenden Schiffe mit ihren jeweiligen Nationalhymnen begrüßt werden. Das Willkomm Höft ist seitdem ein Beitrag zur Völkerverständigung und gleichermaßen ein beliebtes Ausflugsziel. Mit dem Schiff ist vom Wedeler Anleger aus die entfernteste Gemeinde unseres Kreises, Deutschlands einzige Hochseeinsel Helgoland, zu erreichen. Der Rote Felsen im Blanken Hans mit seinem Lummenfelsen, der Langen Anna und der Weite des Horizontes bietet ein einzigartiges Naturerlebnis. Mit dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung und den neuen Hafenanlagen für die Wartung zukünftiger Meereswindenergieparks steht die Insel außerdem für Spitzenforschung und technologischen Aufbruch.

Die folgenden Landschaftsfotos von Elisabeth-Juliane Herrmann aus Haselau vermitteln einige Impressionen unseres Wahlkreises, die seine Vielseitigkeit zeigen und in mir immer die verschiedensten Gedanken wecken.

Verantwortung für die Kulturlandschaft

Wer sich entscheidet, Landwirt zu sein, übernimmt Verantwortung für Pflanzen und Tiere, für die Mitarbeiter des bäuerlichen Betriebes und Verantwortung für die Menschen, die sich von den Erzeugnissen ernähren. Landwirt zu sein bedeutet aber auch, Verantwortung zu übernehmen für die jahrhundertealte Kulturlandschaft unserer Heimat. Die Pflege der traditionellen Kulturlandschaften ist ein Beitrag zum Erhalt unserer Identität und darüber hinaus ein Beitrag zum Artenschutz. So hängt beispielsweise das Überleben der Schachblume, die die Wappen der Gemeinde Hetlingen und des Amtes Seestermühe ziert, von einer speziellen Art der Bewirtschaftung der Wiesen in der Marsch ab. Nur wenn jährlich und nicht zu früh gemäht wird, bleibt ihr Lebensraum erhalten.

Schutz der Ufer und Strände

Mit der Unterelbe führt eine der wichtigsten Seeschifffahrtsstraßen Europas direkt an unserem Kreis Pinneberg vorbei. Für die deutsche Wirtschaft ist der Hamburger Hafen das Tor zur Welt und für die Menschen in Schleswig Holstein der größte Arbeitgeber. Bei dem intensiven Schiffsverkehr bleiben Konflikte zwischen Natur- und Uferschutz auf der einen Seite und den Anforderungen an eine moderne, schnelle und sichere Wasserstraße nicht aus, denn auch im Seehandel gilt: Zeit ist Geld. Jeder Strandspaziergänger kennt das Schauspiel, wenn ein Containerriese mit zu hoher Geschwindigkeit vorbeipflügt und Sekunden später ein kleiner Tsunami über den Strand rollt.
Über die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung habe ich durchgesetzt, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung eingeführt wird. Nach der Elbvertiefung wird die Richtgeschwindigkeit, für die ich mich schon vor Jahren erfolgreich eingesetzt habe, verbindlich. Vor den Ufern unseres Kreises dürfen dann Schiffe mit über 90 Metern Länge nicht mehr schneller als mit 12 Knoten durch das Wasser fahren. Somit können Uferschäden, die durch den Schwell der Schiffe entstehen, deutlich minimiert werden. Die unterschiedlichen Interessen des Küstenschutzes, des Naturschutzes sowie der Schifffahrt können durch diese Regelung gut in Einklang gebracht werden.

Urlaub vor der Haustür

Der Kreis Pinneberg hat doppelt Glück: In nächster Nähe finden sich die Vorzüge der Metropole Hamburg und noch näher, meist nur wenige Schritte von der eigenen Haustür entfernt bietet sich eine Vielfalt an Flusslandschaften, Wiesen und Wäldern, Mooren und Äckern, die dazu einladen, die Seele baumeln zu lassen. In Sachen Naherholung kann sich der Kreis Pinneberg sehen lassen: Vom großen Hamburger Yachthafen über die Katamaranverbindung von Wedel nach Helgoland bis hin zu den unzähligen Stränden an der Elbe reichen die maritimen Highlights.

Himmel (-moor) auf Erden

Wer mit offenen Augen durch unseren Kreis Pinneberg streift, sich aufs Fahrrad schwingt, die Laufschuhe schnürt oder einfach ganz entspannt einen Spaziergang macht, der entdeckt so manchen kleinen Schatz der Natur. Vieles, was es zu entdecken gibt, kann es mit den berühmten Sehenswürdigkeiten aus den großen Nationalparks aufnehmen. Momente, in denen so etwas möglich ist, werden in unserer schnellebigen Zeit immer seltener. Wenigstens der Sonntag sollte für etwas Muße und Besinnung reserviert bleiben.

Von der Eiszeit…

Die Landschaft des Kreises Pinneberg ist in ihren Grundzügen vor über 14.000 Jahren während der letzten Eiszeit unter der Wucht der von Norden heran gleitenden Gletscher entstanden. Der Sand der Geest wurde vom Schmelzwasser der Gletscher zu Sandbänken angeschwemmt und in vegetationslosen Jahrtausenden vom Wind zu Dünen wie den Holmer Sandbergen zusammengeweht. Der Kleiboden der Marsch, auf dem vor 800 Jahren die Haselauer Dreikönigskirche errichtet wurde, ist erst später von der Elbe angeschwemmt worden.

… zur Goldgrube

Für die Landwirtschaft sind die fruchtbaren Böden der Marsch schon seit Jahrhunderten eine Goldgrube. Mit Deichen und Entwässerungssystemen mussten die Menschen das ertragreiche Land dem Strom aber erst endgültig abringen. Der Lohn der Arbeit sind die üppigen Felder, die saftigen Weiden und die ertragreichen Obstplantagen beiderseits des Stromes.

Elbquerungen vom Ochsenweg bis zur A 20

Wedel war seit dem Mittelalter ein wichtiger Etappenabschnitt an der großen Viehhandelsroute, die Jütland mit Mittel- und Westeuropa verband. Ende es 16. Jahrhunderts wurden über 20.000 Ochsen jährlich mit Hilfe einer Fährverbindung über die Elbe geschifft. Diese Elbquerung war ein wesentlicher Standortfaktor für den großen Wedeler Ochsenmarkt, über dessen Treiben seit dem 16. Jahrhundert eine der größten Rolandstatuen Europas wachte.
Auch im heutigen Kreis Pinneberg und im ganzen Hamburger Umland hängt zukünftiger Wohlstand von den Möglichkeiten ab, die Elbe zu queren. In absehbarer Zeit wird Skandinavien über den Großen Belt fest mit Skandinavien verbunden sein. Personen- und Warenströme in den Ostseeraum werden weiter zunehmen. Spätestens dann darf die notorisch überlastete A7 mitten in Hamburg nicht länger die Staufalle bleiben, die sie jetzt schon ist, denn das kostet Tag für Tag Nerven und wirtschaftliche Ressourcen. Zum Wohl der Pendler und Unternehmer im westlichen Hamburger Umland muss mit Hochdruck am Weiterbau der A20 gearbeitet werden.
Wir brauchen dringend die feste Elbquerung bei Glückstadt!

Die Pinnau hat an beiden Ufern Schätze

Die Pinnau ist der längste Nebenfluss der Elbe im Kreis Pinneberg. Mit ihren 41 km Länge ist sie ungefähr so viele Meter lang, wie die Stadt Pinneberg Einwohner hat – Ende 2011 waren es 41.137. Die Schätze, die der Kreis Pinneberg in sich birgt, sind nicht nur seine landschaftlichen und kulturellen Juwelen, sondern vor allem die Fähigkeiten der Menschen, die hier leben. Um diese Schätze zu heben, muss die Politik die richtigen Bedingungen schaffen und erhalten. Das gilt neben der Infrastruktur vor allem für den Bereich der Bildung. Zur hervorragenden Bildungslandschaft des Kreises Pinneberg gehören die renommierte Fachhochschule und die mit dieser eng verbundene Physikalisch-Technische Lehranstalt in Wedel, die Nordakademie in Elmshorn oder die Hochschule Pinneberg.

Die Welt zu Gast

Nicht nur wichtige Rohstoffe aus aller Welt und Güter aus deutscher Produktion werden durch das enge und kurvenreiche Fahrwasser der Unterelbe in den Hamburger Hafen navigiert. Neben den unzähligen Schiffen, vom Bananenschiff aus Südamerika über die Containerriesen der China Shipping aus Fernost bis hin zu den kleineren Feedern, die den gesamten Nord- und Ostseeraum ansteuern, kommen auch Schiffe mit hunderten von Leuten an Bord bei Pagensand vorbei. Besucher aus aller Welt erleben die stundenlange Anreise in den Hamburger Hafen durch die immer enger werdende Elbe als ein besonderes Highlight ihrer Kreuzfahrt. Für viele neugierige Augen an Bord ist die aus luftiger Höhe weithin überschaubare satt grüne Marschlandschaft ein erster exotischer und unbekannter Eindruck von Deutschland.

Blühende Landschaft Kreis Pinneberg

Nicht nur der Bauerngarten des Arboretums bei Ellerhoop wächst und gedeiht. Der Kreis Pinneberg insgesamt ist eine blühende Landschaft. Mit seiner starken und mittelständischen Wirtschaft ist er ein starker Teil der Metropolregion Hamburg. Zu der Lebensqualität, die die Dörfer und Städte den rund 301.000 Einwohnern in der Marsch und auf der Geest zu bieten haben, tragen Unternehmergeist und bodenständiges, solides Wirtschaften einen großen Teil bei.