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Olympische Spiele 2024 in Hamburg: Ein gesamt deutsches Ziel

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Ole Schröder (PSt) berät sich mit Hamburg, Bewerbungsgesellschaft und Sportverbände zur Bewerbungsstrategie

Bund, Hamburg, Bewerbungsgesellschaft und Sportverbände beraten sich zur Bewerbungsstrategie
Die Olympischen und Paralympischen Spiele nach über 40 Jahren wieder nach Deutschland holen: Dieses Ziel war Anlass für die heutige Klausurtagung "Spiele für Deutschland - nationale Olympiastrategie 2024" im Bundesinnenministerium, bei der der Bund, die Freie und Hansestadt Hamburg, Vertreter der Bewerbungsgesellschaft und die Sportverbände Ideen für eine gemeinsame Bewerbungsstrategie zusammengetragen haben.

Im März 2015 hatte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) sich für Hamburg als Bewerberstadt für die Ausrichtung der Spiele im Jahr 2024 entschieden. Da das erste von drei offiziellen Bewerbungsdokumenten im Februar 2016 eingereicht werden muss, lud der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, Dr. Ole Schröder, bereits heute die Vertreterinnen und Vertreter Hamburgs, der Bewerbungsgesellschaft, des DOSB und des Deutschen Behindertensportverbandes ein, um mit Regierungsvertreterinnen und -vertretern über Unterstützungsmöglichkeiten des Bundes zu beraten und einen gemeinsamen Grundgedanken für die Bewerbung zu entwickeln.

"Die Bewerbung für Olympia ist ein nationales Anliegen", betonte Schröder gegenüber den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Klausurtagung. Deutschland habe die Chance, sich bereits in der Bewerbungsphase als weltoffenes und gastfreundliches Land zu präsentieren, zur Völkerverständigung beizutragen und das "Wir-Gefühl" zu stärken. Für die Sportlerinnen und Sportler sei Olympia im eigenen Land ein großer Ansporn. Zudem würden auch viele weitere Menschen dazu animiert, mehr Sport zu treiben. Auch für die Region Hamburg ergäben sich durch eine Ausrichtung besondere und nachhaltige Entwicklungsmöglichkeiten. Der Erfolg und der Geist der Olympischen Spiele 1972 in München wirkten schließlich bis heute nach, so der Parlamentarische Staatssekretär.

Im Verlauf der Tagung wurden unter anderem folgende Fragen diskutiert: Wie lassen sich die Olympischen und Paralympischen Spiele digital denken? Wie lässt sich das Thema Inklusion in den Bewerbungsprozess einbringen? Welche Chancen bieten die Spiele, um eine Stadt, aber auch das gesamte Land nachhaltig weiterzuentwickeln? Schröder betonte, dass es vor allem darauf ankomme, nicht alles zu kopieren, was andere Bewerber bereits zuvor gemacht haben. Ziel müsse es stattdessen sein, herauszustellen, was unser Land und Hamburg kulturell ausmache. Deutschland sei ein Land der Ideen und Visionen.
Die diskutierten Denkanstöße sollen zur Weiterentwicklung in das Kuratorium der Ende Juni 2015 gegründeten Bewerbungsgesellschaft gegeben werden. Der Bund ist in der Gesellschafterversammlung durch Minister Dr. de Maizière und Staatssekretär Gatzer (BMF) vertreten; der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Schröder ist Mitglied im Aufsichtsrat der Gesellschaft.

Konkurrenten Hamburgs (Deutschland) bei der Bewerbung sind unter anderem Paris (Frankreich), Rom (Italien) und Budapest (Ungarn). Aufgrund von Änderungen im Verfahren gibt es keine Vorauswahl mehr - alle Städte bleiben bis zur Entscheidung im Sommer 2017 im Rennen.

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